Formatieren, so gestaltest du deinen Text leserfreundlich

Formatieren, ein Muss fürs Web sowie in gedruckten Texten

Möchtest du deine Websitebesucher zum Lesen einladen? Willst du, dass sie bis zum Schluss durchhalten? Dann müssen deine Texte nicht nur die Probleme deiner Zielgruppe lösen, sondern du musst diese auch leserfreundlich formatieren.

Dies ist nicht nur für deine Besucher von großer Bedeutung, sondern auch für Google, denn die Lesbarkeit ist Teil der Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Schließlich möchte Google, dass die Nutzer das bestmögliche bekommen und da gehören gut formatierte Texte einfach dazu.

Formatieren, was ist das?

Zwar kann man auch eine Festplatte formatieren (Daten löschen), aber heute geht es um die Formatierung von Text. Zwei völlig verschiedene Sachen.

Einen Text formatieren, das bedeutet, dass das Schriftbild durch verschiedene Elemente optisch so gestaltet wird, dass es für das menschliche Auge angenehm und einfach zu lesen ist.

Sicherlich kennst du auch solche Texte, wie der nachfolgende Mustertext-Ausschnitt zeigt.

Formatieren - ein Beispiel, wie du es nicht machen solltest!

Ich hoffe, deine Website- und sonstigen Texte sehen nicht so aus! Denn sicherlich hast du bemerkt, dass dieser unformatierte Text schwer zu lesen ist.

Treffen Besucher auf eine so formatierte Internetpräsenz, sind sie schneller wieder verschwunden, als dir lieb sein kann. In der heutigen schnelllebigen Zeit nimmt sich niemand mehr die Muße, so etwas zu lesen.

Leider bekommt man immer noch viel zu häufig solche Texte zu sehen, die ellenlang sind und wo die Zeilen förmlich aneinanderkleben. Auf diese Weise schlägst du jeden Besucher in die Flucht.

Formatieren, was gehört alles zu einer guten Lesbarkeit?

Um einen Text lesbar zu machen, dafür stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Wenn es um leserfreundliche Texte geht, dann sollten diese Struktur haben, d. h., sie sollen den Leser führen und nicht verwirren.

Vorausgesetzt es passt, dann ist es außerdem gut, eine gewisse Spannung aufzubauen.

In jedem Fall musst dein du in deinem Beitrag die Probleme deiner Leser ansprechen und dafür eine Lösung bieten.

Ein wichtiger Punkt, der zwar nicht zur Formatierung, allerdings zum Thema Leserfreundlichkeit gehört:

Deine Texte müssen verständlich formuliert sein. Andernfalls macht es keine Freude, diese zu lesen, selbst wenn sie gut formatiert sind.


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Formatieren, welche Schriftgröße ist die richtige?

Zunächst einmal solltest du auf eine angenehme Schriftgröße achten, die du idealerweise auf deine Zielgruppe abstimmst. Handelt es sich hierbei um ältere Menschen, sollte die Schrift etwas größer sein.

Außerdem gilt es zu unterscheiden, ob du auf Papier schreibst oder für das Internet.

Bei einer DIN A 4 Seite gilt im Normalfall die Schriftgröße Punkt 11 oder 12 als geeignet. Solltest du eine kleinere Schriftgröße wählen, musst du die Zeilenbreite verkürzen, sonst wird es schwer lesbar und die Augen ermüden.

Eventuell ist dir in diesem Zusammenhang aufgefallen, dass Zeitschriften ihre Artikel oftmals in mehreren Spalten drucken. Das hat mit der kleinen Schriftgröße zu tun.

Für meine Artikel verwende ich übrigens eine 12 Punkt Schrift. Ich denke, dass ist eine gute Größe und notfalls kann der Leser diese unter Ansicht und Zoom auch noch vergrößern.

Formatieren, serifenbehaftete oder serifenlose Schriften, was gibt es zu beachten?

Für die Lesbarkeit am Bildschirm solltest du bei der Wahl der Schriftgröße auch an die Handynutzer denken. In der heutigen Zeit sollte deine Website unbedingt responsive (anpassbar) sein. Ob deine Website für unterschiedliche Bildschirmgrößen taugt, kannst du hier testen.

Kreativität ist zwar gut, wenn diese allerdings auf die Lesbarkeit geht, ist sie fehl am Platz. Deshalb solltest du bei deinen Schriftarten, die du verwendest nicht zu sehr herumexperimentieren. Was heißt das konkret?

Gerade für die Lesbarkeit am Bildschirm ist es keineswegs gleichgültig, welche Schriftart du wählst. Verzichten solltest du unbedingt auf verschnörkelte Schriftarten. Aber auch bei den „normalen“ Schriften, gibt es einiges zu beachten.

Damit du den Unterschied erkennen kannst, hier mal ein paar Beispiele.

Zunächst von sogenannten serifenbehafteten Schriften. Das sind Buchstaben, die kleine Häkchen an den Strichen haben, wie diese:

Formatieren, Muster von serifenbehafteter Schrift

So lassen sich Buchstaben wie das kleine „l“ („L“) besser lesen.

Wenn du nun aber denkst, na prima, dann wähle ich eine solche Schriftart, dann muss ich dich leider warnen. Denn die vorgenannten serifenbehaftete Schriften sind bis auf die Times New Roman nicht auf jedem Computer verfügbar.

Außerdem sind sie am Bildschirm schwerer lesbar und eignen sich somit eher für die Papierversion, wo sie brillieren können.

Auch hierzu ein Beispiel

  • Leserfreundliche Texte für den Bildschirm schreiben
    (verwendete Schrift: Times New Roman, 12-Punkt-Schrift)
  • Leserfreundliche Texte für den Bildschirm schreiben
    (verwendete Schrift: Arial, 12-Punkt-Schrift)

Eine Ausnahme gibt es jedoch: Für deine Zwischenüberschriften kannst du serifenbehaftete Schriften nutzen. Das kann sogar sehr nützlich sein, weil sie das Schriftbild auflockern.

Formatieren, ist es doch besser eine serifenlose Schrift zu verwenden?

Für den hauptsächlichen Text bedeutet das jedoch, dass hier serifenlose Schriften vorteilhafter sind. Dies zeigt auch das nachfolgende Beispiel:

  • Arial
  • Helvetika
  • Verdana

Allerdings gibt es auch hier wieder ein ABER!!!

Die Helvetica ist meist leider nicht auf Windows-Computer installiert, sondern nur auf Linux und MacOS Betriebssystemen. Außerdem ist sie bei bestimmten Buchstaben wie das kleine „l“ („L“) sowie das große „I“ („i“) schwer zu lesen.

Die Arial ist die Schriftart, die am weitesten verbreitet ist. Sie wurde von Microsoft entwickelt und wird auf anderen Betriebssystemen meist automatisch durch die Helvetica ersetzt.

Beiden Schriftarten (Helvetica und Arial) haben jedoch die Gemeinsamkeit, dass bestimmte Buchstaben wie das kleine „l“ („L“) und das große „I“ („i“) schwer lesbar sind.

Bleibt noch die Verdana. Diese wurde ebenfalls von Microsoft entwickelt. Hier passt auch die Lesbarkeit.

Vorteilhaft ist bei dieser Schriftart, dass die kleinen Buchstaben größer dargestellt werden, als dies bei anderen Schriften der Fall ist. Manchen gefällt dies jedoch nicht, weil die Schrift dadurch sehr wuchtig wirken kann.

Verkleinern ist jedoch auch keine Lösung, denn falls die Schrift auf einem Computer nicht installiert ist und in diesem Fall automatisch eine andere Schriftart vom System ausgewählt wird, dann ist es wieder essig mit der Lesbarkeit.


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Formatieren, du hast die Qual der Wahl

Du siehst „eine(r) für alle“ wie bei den drei Musketieren, gibt es hier wohl nicht.

Daher denke ich, dass du überlegen solltest, was das kleinere Übel ist.

Entweder die Arial, die fast auf jedem Computer installiert ist und falls nicht, durch die Helvetica ersetzt wird. Oder du verwendest die Verdana, deren Schriftgröße etwas wuchtig erscheint und behältst die Größe bei, damit der Text auch bei automatisch gewählten Schriften lesbar bleibt, falls die gewählte Schriftart nicht vorhanden ist.

Formatieren – warum du Zwischenüberschriften nutzen solltest

Als nächstes Formatierungsmerkmal sind Zwischenüberschriften zu nennen, die man auch als Subheadlines bezeichnet.

Hierdurch hast du eine einfache, aber dennoch sehr gut funktionierende und schnelle Lösung, deinen Text aufzuteilen.

Falls du dich nun fragst, warum Zwischenüberschriften so wichtig sind, so hängt das damit zusammen, dass die meisten Menschen, etwa 80 Prozent, einen Text nur noch überfliegen und nicht mehr Wort für Wort lesen. Man sagt dazu auch, dass die Texte nur noch gescannt werden.

Hierzu gibt es sogar eine Studie der Nielsen Norman Group

Mit Zwischenüberschriften navigierst du den Leser durch deinen Text.

Zwischenüberschriften können aber noch mehr für deinen Text tun. Wenn du darauf achtest, dass diese neugierig machen, Nutzen und interessante Fakten liefern und der Inhalt bereits hierdurch grob erfasst werden kann, dann wird dein Text viel öfter gelesen.

Das hat natürlich den Vorteil, dass dann auch deine Call To Action (CTA), auch Handlungsaufforderung genannt, die du weiter unten im Text unterbringst, gesehen wird und den Rest kannst du dir ja sicherlich denken!

Logisch, dass der Text auch das halten muss, was deine Überschrift verspricht. Wenn das jedoch der Fall ist, wovon ich ausgehe, dann sind solche Zwischenüberschriften bares Geld wert, bildlich gesprochen.

Formatieren, was Zwischenüberschriften für dich tun können?

Zwischenüberschriften vereinfachen dir das Schreiben. Denn wenn du diese vorher erstellst, verlierst du nicht den „roten Faden“ und behältst so den Überblick, was du schon geschrieben hast und was noch fehlt.

Deine Zwischenüberschriften müssen zum Start noch nicht perfekt sein. Die Feinarbeiten kannst du am Schluss machen. Ein guter Trick ist es auch, wenn du deine Überschriften als Fragen formulierst, denn dann brauchst du diese Fragen lediglich zu beantworten.

So geht das Schreiben eines Blogbeitrages viel rascher von der Hand.

Formatieren, Aufzählungen als Blickfang

Aufzählungen, ob nun durchnummeriert oder als sogenannte Bullet-Points lockern deinen Text ebenfalls auf. Hier stoppt das Auge automatisch, weil sich mitten im Text die Form ändert.

Falls du nun nicht so genau weißt, was ich meine, hier die kurze Erklärung: Mit durchnummeriert meine ich eine Aufzählung mit Ziffern

  1. Erstens
  2. Zweitens
  3. Drittens u. s. w.

Und mit Bullet-Points ist das hier gemeint

  • Erstens
  • Zweitens
  • Drittens u. s. w.

Aber nicht nur solche Aufzählungen können das menschliche Auge bremsen und zum verweilen einladen. Auch Zitate sind dazu in der Lage.

Sogar Johann Wolfgang von Goethe wusste, was beim Schreiben wichtig ist, denn das nachfolgende Zitat ist von ihm:

Schreibe nur wie du reden würdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben

Genau das, lässt sich auch auf den heutigen Schreibstil anwenden, den du für deinen Blogbeitrag wählen solltest.

Formatieren, so haben deine Absätze die richtige Länge

Absätze helfen große Textabschnitte aufzuteilen, deshalb empfehle ich dir, diese reichlich zu nutzen.

Grundsätzlich sollen deine Absätze nicht länger als etwa fünf Zeilen sein. Ab dann wird es schwer lesbar.

Klar, gelegentlich kann es schwer fallen einzuschätzen, wann es Zeit ist für einen neuen Absatz. Hier kann es eventuell hilfreich sein, dass du dir merkst, dass ein Absatz immer nur ein zentrales Thema verfolgen sollte.

Wichtig ist, dass die verschiedenen Ideen, die du zu einem Thema vermitteln möchtest, nach einer chronologischen Reihenfolge sortiert sind.

Ein neuer Absatz muss in jedem Fall gesetzt werden, wenn eine Idee innerhalb des Themas wechselt.

Auch gegenüberstellende Punkte, wenn es beispielsweise unterschiedliche Argumente zu einer Sache gibt, sollten durch Absätze voneinander getrennt werden.

So werden deine Texte leichter verdaulich und du gönnst deinen Lesern eine Pause, bevor sie sich auf die neue Idee einlassen können.

Falls du ein Interview wiedergibst, so ist es ebenfalls ratsam bei jedem Sprecherwechsel einen Absatz zu platzieren.

Damit du nichts vergisst, was zu deinem Thema gehört kann es hilfreich sein, auch hier eine stichpunktartige Liste zu erstellen, bevor du mit der eigentlichen Schreibarbeit beginnst.

Formatieren, wann solltest du Fett- und Kursivschrift nutzen?

Ja, auch Fett- und Kursivschrift machen Sinn, wenn diese dosiert genutzt werden. Wichtiges, was keinesfalls übersehen werden darf, setze daher in Fettschrift.

Übertreiben solltest du damit natürlich nicht, also bitte keine ganzen Absätze in Fettdruck.

Auch die Kursivschrift kannst du für wichtige Dinge nutzen, allerdings ist dies nicht so auffällig. Daher solltest du die Bedeutsamkeit vorher abschätzen.

Übrigens, bei einem Text für das Internet empfiehlt es sich  für normalen Text keine Unterstreichung zu nutzen, da diese den Hyperlinks vorbehalten ist. In gedruckten Texten machen sie auch keinen Sinn, weil sie die Lesbarkeit erschweren.

Verwende GROSSBUCHSTABEN nur sehr sparsam, denn diese machen deinen Text sehr unruhig.

Bei allen Hervorhebungen gilt: Sie fallen nur auf, wenn sie sich vom übrigen Text unterscheiden!

Fazit

Formatieren ist nicht schwer. Augenfreundliche Texte, mit denen du deine Leser glücklich machst, bekommst du mit diesen einfachen Werkzeugen hin:

  • setze neben der Hauptüberschrift mehrere Zwischenüberschriften, gerne in unterschiedlichen Hierarchie z. B. von H1 bis H6
  • verwende Aufzählungen und Zitate
  • mache möglichst viele Absätze in unterschiedlicher Länge. Diese sollten keinesfalls zu lang sein.
  • lockere deinen Text auf indem du wichtige Wörter in Fettschrift setzt. Schreibe außerdem einige Worte in Kursivschrift.

Auf diese Weise bekommt dein Text die Abwechslung, die das Leserauge mag. Wenn dann noch der Inhalt stimmt, dann sollte deinem Erfolg als Blogger nichts mehr im Wege stehen.

Wie sieht es mit deinen Texten aus? Schreib mir bitte einen Kommentar!

Wenn dir der Beitrag gefällt, freue ich mich, wenn du diesen teilst, Danke!

Autor: Gabriele Valerius-Szöke

Als Texterin und Bloggerin helfe ich Einzelunternehmern sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU's), die keine Zeit haben, sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren möchten oder denen beim Schreiben einfach die richtigen Worte fehlen. Für diesen Kundenkreis erstelle ich individuell zugeschnittene, exzellente Inhalte für Websites, Werbung und Korrespondenz etc.

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