Positionierung – so heb ich mich ab – auf Umwegen zum Herzensbusiness

Positionierung

Ich kreise bereits eine ganze Weile um das Thema der Blogparade von Eva Laspas zum Thema „So heb‘ ich mich ab – was mir klare Positionierung gebracht hat, herum.

Kann ich zu diesem Thema wirklich etwas beitragen, fragte ich mich?

Denn laut Wikipedia bedeutet dies Folgendes: Die Positionierung im Marketing bezeichnet das gezielte, planmäßige Schaffen und Herausstellen von Stärken und Qualitäten, durch die sich ein Produkt oder eine Dienstleistung in der Einschätzung der Zielgruppe klar und positiv von anderen Produkten oder Dienstleistungen unterscheidet.“

Dann dachte ich jedoch, warum eigentlich nicht. Auch wenn ich nicht den direkten Weg gewählt hatte und verschiedene Umwege gegangen bin, um meine unternehmerischen Stärken und damit mich selbst zu erkennen, so bin ich der Meinung, dass ich mittlerweile meine Position gefunden habe.

Mein Weg war sicherlich nicht gradlinig und oftmals anders, als üblich oder geplant. Aber ich habe gelernt, dass ich es nicht mehr jedem recht machen muss, um Erfolg zu haben.

Außerdem unterscheide ich mich in meinem Tun und in meinen Angeboten von anderen Geschäftsmodellen, aber dadurch hebe ich mich schließlich ab.

Positionierung – Start in die Selbständigkeit

In die Selbständigkeit gestartet bin ich 2005, als ich mit meinem Mann nach Ungarn ausgewandert bin. Aufgrund fehlender Sprachkenntnisse blieb mir nichts anderes übrig, als über das Internet bzw. mit deutschsprachigen Menschen zu arbeiten.

So recht wusste ich damals nicht, was ich machen wollte. Da ich neben meinem Beruf als Assistentin eine nebenberufliche Ausbildung zur Webmasterin hatte, startete ich damit, gelegentlich kleinere Webauftritte für in Ungarn ansässige deutschsprachige Kleinunternehmer zu erstellen.

Durch mein gutes Auge fürs Design und weil ich außerdem sehr kreativ bin, machte mir diese Arbeit in gewisser Weise auch Freude. Dennoch spürte ich, dass das noch nicht mein wirkliches Herzensbusiness war. Auch verkaufte ich mich damals deutlich unter Wert, weil mir das Selbstbewusstsein und der Glaube an mich, dass ich gut genug bin, fehlte.

Hinzu kam, dass mein Vater an Krebs erkrankt war. Deshalb nahm das Thema Gesundheit einen besonderen Platz in meinem Leben ein. Ich besorgte mir alle möglichen Informationen zum Thema Krebs und alternative Heilmethoden. Ich las tonnenweise Ratgeber, nahm an Seminaren und Gesundheitskongressen teil und saugte alles auf, was mir in die Quere kam.

Obwohl mein Vater an seiner Krankheit verstarb, ließ mich das Thema alternative Gesundheit nicht mehr los. So begann ich im Jahr 2010 eine statische Website aufzubauen, die ich Anfang 2015 in einen Blog umwandelte.

Zwischendurch hatte ich außerdem ein Fernstudium zur Online-Texterin und Redakteurin absolviert, sodass ich neben dem Bloggen und meinen Beratungen anfing, als Autorin zu arbeiten. Ich schrieb verschiedene Gesundheitsratgeber und erstellte Kurse bezüglich Entgiftung und gesunder Ernährung.


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Positionierung und Spezialisierung

Da mein Business nicht so lief, wie gewünscht nahm ich im April 2015 an einem Seminar von Barbara Jascht teil. Hier lernte ich u. a., dass man sich spezialisieren müsse, um Erfolg zu haben. Je differenzierter und genauer man dies tue, umso besser.

Also suchte ich mir ein Thema aus dem Wust an gesundheitlichen Themen und spezialisierte mich auf alternative Zahngesundheit. Nach einem Jahr stellte ich jedoch fest, dass ich mich langweilte nur über dieses eine Thema zu schreiben. Außerdem blieb der gewünschte Erfolg trotz Spezialisierung weiterhin aus.

Somit wandte ich mich wieder meinem vielschichtigen und damit eher „allgemeinen“ Projekt über gesundheitliche Themen zu, da ich hier über eine deutlich größere Bandbreite berichten konnte. Ich probierte verschiedene Strategien aus, erstellte ein Wunschkundenprofil, um meine Kurse an die Frau zu bringen.

Auch testete ich verschiedene Marketingstrategien, die mir empfohlen wurden, selbst dann, wenn ich mich damit nicht wohlfühlte. Ich arbeitete wie eine Besessene, teilweise zwölf bis 14 Stunden pro Tag an meinem so sehr ersehnten Erfolg. Trotz aller Mühe klemmte irgendetwas.

Alles fühlte sich zäh und schwierig an. Im „verflixten“ siebten Jahr wollte ich schon fast aufgeben. Ich hatte die Faxen dicke, wie man so schön sagt, war ausgelaugt und hatte keine Lust mehr.

Positionierung – manchmal lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten

Ich überlegte sogar kurzfristig aus Ungarn wegzugehen und mit meinem Mann nach Deutschland zurückzukehren, um mir dort einen Job zu suchen. Da ich jedoch nichts überstürzen wollte, besuchte ich Anfang 2017 eine Freundin in Deutschland.

Diese völlig andere Umgebung brachte den erforderlichen Abstand. Denn…

manchmal muss man einen Schritt zurücktreten, um sich zu erkennen Klick um zu Tweeten

So stellte ich fest, wo meine wirklichen Stärken liegen, was ich wollte und was nicht. Es kristallisierte sich heraus, dass meine wahre Leidenschaft nicht die 1:1 Beratung ist, auch wenn die dazu gehört. Auch der gezielte Verkauf von Gesundheitsprodukten ist nicht das, was mich wirklich begeistert, sondern das Schreiben.

Ob Bloggen, Texten oder das Schreiben von Büchern. Hier habe ich das Gefühl dass ich frei, unabhängig und kreativ arbeiten kann. Auch muss ich mich nicht nur auf ein Thema festlegen, denn ich bin eine Ideenheldin

Gleiches gilt für meine Marketingstrategie, ich muss doch nicht alles machen, was vermeintliche Experten anpreisen, selbst wenn diese damit erfolgreich sind.

Denn sind wir doch mal ehrlich, wer sind denn die Menschen, die behaupten, dass man nur über ein Thema schreiben darf oder dass es nur einen Weg gibt, um erfolgreich zu werden?

Wer kennt mich oder dich als Person denn so gut, dass er weiß, was gut für mich bzw. dich ist? Wer weiß denn, ob du dich mit der Erstellung von Videos oder Podcast wohlfühlst oder ob die Kundengewinnung über Netzwerken oder Kaltakquise für dich das Richtige ist?

Das bedeutet nicht, dass du dich nicht ausprobieren sollst. Ganz im Gegenteil, nur wenn du ab und an mal über deinen Schatten springst, kannst du feststellen, was dir liegt. Auch ich habe meine Komfortzone schon öfter verlassen und festgestellt, dass das mein Selbstbewusstsein sehr gestärkt hat.

Positionierung – nach dem Umweg

Zurück in Ungarn eröffnete ich diesen Blog, der sich mit dem Thema Schreiben, Bloggen, Texten beschäftigt. Ich schrieb bspw. Blogartikel nicht mehr nur für mich, sondern auch für andere und bekam viel Lob. Das tat natürlich gut.

Zusätzlich arbeitete ich weiterhin an meinem Gesundheitsblog, allerdings nicht mehr so verbissen, wie bisher. Auch änderte ich einige Dinge, hinter denen ich nicht mehr stand und siehe da, immer mehr Menschen kommen auf mich zu.

Dadurch, dass ich mittlerweile sehr genau weiß, was ich will und was nicht und mir immer mehr zutraue, löste sich der Knoten und es stellten sich immer mehr Erfolge ein.

Positionierung – der Mut, anders zu sein

Auch wenn ich noch nicht am Ziel bin, so weiß ich mittlerweile, dass man nicht so sein muss wie der Rest der Welt. Ja, ich denke sogar, dass es wichtig ist, den Mut zu haben, anders zu sein.

Damit du aus der Masse herausstichst, musst du dich jedoch erst einmal selbst erkennen und sehr genau wissen, was du willst. Das kannst du jedoch nur selbst herausfinden, denn niemand kennt dich so gut, wie du selbst. Und wenn du dazu Abstand brauchst, dann nimm‘ dir eine Auszeit!

Aus meiner Sicht kannst du dir zwar Tipps von erfolgreichen Menschen holen, dann musst du aber ausprobieren, was für dich passt.

Ich bin einfach nicht der Typ, der sich auf ein Thema festnageln lässt, denn dazu habe ich viel zu viele Interessen. Dadurch, dass ich mich in gesundheitlichen Dingen und im Blogger-, Autoren- und Texter-Handwerk sehr gut auskenne, kann ich schließlich über all diese Bereiche schreiben. Warum sollte ich mich also einschränken.

Mittlerweile weiß ich sehr genau, was ich will und was ich mir zutrauen kann. Dadurch, dass ich mich selbst erkannt habe, sehen mich auch andere.

Fazit

Erkenne dich als individuelles Wesen. Es ist wichtig, dass du dich wohl fühlst, deine Bedürfnisse ernst nimmst und deinen eigenen Weg findest. Erst wenn du dich selbst erkennst und weißt, was du willst, erst dann kannst du dich positionieren. Und erst dann sehen dich auch die anderen und der Erfolg stellt sich ein.

Zwar gehören auch Ausdauer und Durchhaltevermögen zur Selbstständigkeit, allerdings solltest du das Ganze nicht zu verbissen angehen. Bleib locker, achte auf dich und lege regelmäßig Pausen ein. Denn wenn du dich wichtig nimmst, tun andere das auch.

Wie hebst du dich ab und wie stehst du zum Thema Positionierung? Schreib mir gerne einen Kommentar!

Wenn dir der Beitrag zur Blogparade gefallen hat, dann teile ihn bitte!

Und wenn du mal Hilfe beim Bloggen, Texten und Schreiben benötigst, dann schau dir mein Angebot an!

Autor: Gabriele Valerius-Szöke

Als Texterin und Bloggerin helfe ich Einzelunternehmern sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU's), die keine Zeit haben, sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren möchten oder denen beim Schreiben einfach die richtigen Worte fehlen. Für diesen Kundenkreis erstelle ich individuell zugeschnittene, exzellente Inhalte für Websites, Werbung und Korrespondenz etc.

2 Gedanken zu „Positionierung – so heb ich mich ab – auf Umwegen zum Herzensbusiness“

  1. Liebe Gabriele,
    vielen Dank für deinen Beitrag zu meiner Blogprade. Ja, so kann es sein – plötzlich geht einem ein Licht auf und alles fügt sich.
    Lg Eva

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